„2FA ist unseren Mitarbeitern zu umständlich.“
Diesen Satz höre ich immer wieder.
Bis eine Rechnung plötzlich auf das Konto eines Betrügers bezahlt wird.
Genau so einen Fall haben wir in der Praxis erlebt:
Ein Microsoft-365-Postfach wurde übernommen.
Der Angreifer konnte damit die Identität des Mitarbeiters nutzen und in seinem Namen kommunizieren.
Das Gefährliche daran:
Die Nachrichten kamen nicht von irgendeiner dubiosen Adresse.
Sie kamen aus einem echten Postfach.
Eine Rechnung wurde manipuliert.
Die Bankverbindung wurde geändert.
Die Rechnung wurde intern weitergeschickt.
Und anschließend zur Überweisung freigegeben.
2FA hätte die Übernahme des Postfachs verhindert.
Trotzdem hören wir bei der Einführung immer wieder zwei Argumente:
„Das ist zu umständlich für unsere Mitarbeiter.“
Oder:
„Unsere Mitarbeiter haben kein Geschäftshandy.“
Beides ist für mich kein Grund, auf 2FA zu verzichten.
Auch ohne Geschäftshandy gibt es technische Lösungen, beispielsweise Hardware-Authentifizierung.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:
„Ist 2FA für unsere Mitarbeiter etwas unbequemer?“
Sondern:
„Was kostet uns ein kompromittiertes Microsoft-365-Konto?“
Meine Empfehlung an Geschäftsführer:
Führt 2FA konsequent ein. Nicht irgendwann. Jetzt.
Ein zusätzlicher Schritt beim Login ist deutlich weniger unangenehm als eine manipulierte Rechnung auf dem falschen Bankkonto.
Wie sieht es bei euch aus: Ist 2FA in Microsoft 365 bereits für alle Benutzer verpflichtend?
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